Großer Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis)

Kurzbeschreibung:

Familie: Rosengewächs
Wuchshöhe: bis zu 100 cm, meist um die 60 cm
Wuchsform: Halbrosettenstaude, mehrjährig, winterhart
Wurzel: Wurzelstock
Blütezeit: Mitte Juni – September

wirkt:

  • adstringierend
  • antibakteriell
  • blutstillen
  • harntreibend
  • entzündungshemmend
  • schmerzstillend

Anzuwenden bei

  • Mund-, Rachen oder Mandelentzündung
  • Fieber
  • Durchfall
  • Nierenschwäche
  • starke Menstruation
  • Furunkel
  • chronische Hautleiden
  • Magen- und Darmentzündungen

Anmerkungen:

Die Gattung Wiesenknopfe zählt etwa 30 Arten. Sie sind in Eurasien weit verbreitet, von der Atlantikküste in Frankreich bis hin nach Ostasien (Südchina). In Nordeuropa ist er kaum anzutreffen. Hauptsächlich wächst er an Nasswiesen und Moorwiesen. Somit ist er Zeigerpflanze für Feuchte oder Wechselfeuchte.
Der große Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) und der kleine (Sanguisorba minor) sind am bekanntesten. Häufiger in der Küche anzutreffen ist der kleine, auch Pimpinelle genannt.
Junge Blätter werden im April und Mai für die Küche geerntet. Sie schmecken gurkenähnlich und sind fester Bestandteil der „frankfurter grünen Sauce“.
Das Kraut wird zum Blütenbeginn, etwa Juli und August für Tee gesammelt. Je älter die Pflanze, desto bitterer wird der Geschmack. Beide Arten haben hohe Vitamin-C-Gehalte. Auch die Wurzel wird für Heilzwecke an der Luft getrocknet. Als Teeaufguss findet sie Verwendung.
Die Blüten enthalten bis zu 40 Einzelblüten und sind 2 – 6 cm lang. Ameisen, Bienen und Schmetterlinge lieben diese Pflanze. Nach der Blüte bilden sich kleine hell- bis dunkelbraune Nussfrüchte.

 

 

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