Acker-Witwenblume (knautia arvensis)

Kurzbeschreibung:

Ordnung: Kardenartige
Familie: Geißblattgewächse
Gattung: Witwenblumen (Knautia)
Wuchshöhe: 30 – 80 cm
Wuchsform: Halbrosettenpflanze, mehrjährig
Wurzel: Rhizom, hierin überwintert sie
Blütezeit: Mitte Juni – September

wirkt:

  • adstringierend
  • blutreinigend
  • harntreibend
  • wundheilend
  • stoffwechselanregend
  • als Bachblüte gegen AngstAnzuwenden bei
  • Halsentzündung
  • Husten
  • Infektionen
  • Epilepsie
  • Hautproblemen
  • Akne
  • Ausschlägen
  • Furunkel
  • Flechten oder Pickel
  • Die Urtinktur soll angeblich die Lust am Reden wecken.

Anmerkungen:

Das Verbreitungsgebiet umfasst ganz Europa und Teile Asiens bis auf eine Höhe von ca 1500m. Man trifft sie auf nährstoffreichen Wiesen, Weg- und Waldrändern, Gebüschen und Äckern.

Heute ist sie als Heilpflanze kaum genutzt, obwohl sie eine Wirkung auf die Atmungsorgane und die Haut hat. Die verwendeten Pflanzenteile sind das frische Kraut. Man sammelt es von ca Mai bis August. In der Küche kann man die jungen, fiederspaltigen Blätter dem Salat beigeben. Wenn man sie in lauwarmen Wasser etwas ziehen lässt, verlieren sie die Bitterstoffe. Getrocknet kann man sie als Tee verwenden.

Die Bestäubung findet durch Bienen und Schmetterlinge statt, die Verbreitung der Samen hauptsächlich durch Ameisen. Die Früchte bleiben bis zu 35 Jahre lang keimfähig. Sie sind auch bei Spatzen und Grünfinken sehr beliebt. Als Futterpflanze wird sie gerne gefressen. Früher nähte man sie in Kleider ein oder band sie in Kränze um böse Geister zu vertreiben.

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Futterpflanze des Monats August 2015
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