Echtes Leinkraut (linária vulgáris)

Kurzbeschreibung:

Familie: Wegerichgewächse
Wuchshöhe: 20 – 75 cm

Wuchsform: krautige Pflanze, mehrjährig
Wurzel: bis zu einem Meter tiefer, kräftiger Wurzelstock

Blütezeit: Juli – Oktober
Sammelzeit: Juli – September

verwendete Teile: blühendes Kraut

wirkt:

  • entgiftend
  • abführend
  • harntreibend

wirkt bei:

  • Hämorrhoiden
  • Wunden
  • Geschwüren
  • Fisteln
  • Gelbsucht
  • Wassersucht
  • Verstopfung
  • als Tee zum Wasser aus dem Körper leitend
  • als Umschlag bei Hautleiden
  • als Salbe bei Hämorrhoiden und Fisteln

Anmerkungen:

Das Echte Leinkraut ist meist an sonnigen Böschungen, Felsen, Bahndämmen, Kiesbänken, Wald- und Wegrändern zu finden. Bevorzugt werden sandige, steinige Böden. Es entstammt ursprünglich den finnischen Meeresufern. In Westasien und den Mittelmeerländern heute weit verbreitet. Es ist die Urform des Löwenmäulchens, welches im Spätsommer in allen Gartencentern vertrieben wird.

Pro Pflanze werden bis zu 32.000 Samen produziert, die sich per Wind oder als Wasserhafter verbreiten. Auch Ameisen helfen bei der Verbreitung, dazu werden Ausläufer und Wurzelsprosse gebildet. Hierdurch ist das Leinkraut immer in kleinen Gruppen anzutreffen. Lediglich kräftige Insekten wie Hummeln oder Bienen schaffen es, die Blüte zu öffnen und an den Nektar zu gelangen. Dadurch wird die Bestäubung garantiert, da diese Insekten fast ausschließlich die verwandten Blüten anfliegen. Hierfür werden sie mit einem großen Nektarvorrat belohnt. Insekten die es nicht schaffen die Blüte zu öffnen, beißen oft ein Loch in den Sporn und räubern den Nektar ohne Gegenleistung für die Pflanze.

Achtung: die nichtblühende Pflanze wird gerne mit der Zypressenwolfsmilch verwechselt.

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Futterpflanze des Monats Oktober 2015
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