Gemeiner Hohlzahn (galeopsis tetrahit)

Kurzbeschreibung:
Familie: Lippenblütengewächse
Wuchshöhe: 20 – 60 cm
Wuchsform: krautige Pflanze, einjährig, vierkantiger Stängel, stachelig, borstig behaart
Blütezeit: Mitte Juni – Oktober
Sammelzeit: Juli – September
verwendete Teile: Samen, blühendes Kraut

wirkt bei:

  • Blutarmut
  • Appetitlosigkeit
  • Bronchitis
  • Erkältungen
  • Grippe
  • Husten und Heiserkeit
  • Hautkrankheiten
  • blutbildend
  • blutreinigend
  • bindegewebsstärkend
  • schleimlösend
  • krampflösend
  • adstringierend

Anmerkungen:
Der stechende Hohlzahn ist eine natürliche Kreuzung mehrerer Hohlzahn-Arten. Es gibt etwa 10 Arten, die überwiegend in Eurasien verbreitet sind, nach seiner Einschleppung in Nordamerika ist die Ausbreitung noch im Gange.
Es fehlen die ätherischen Öle, die sonst bei fast allen Lippenblütengewächsen vorhanden sind. Der Hohlzahn hat einen hohen Gehalt an Kieselsäure.
Der Name stammt von zwei hohlen, zahnähnlichen Ausstülpungen an der Kronunterlippe.
Die Pflanze wächst auf Äckern, Kahlschlägen, Waldrändern, Schotterflächen und Wegrändern. Er liebt stickstoffreichen, leicht sauren, basischen Boden.
Getrocknetes Kraut als Tee aufgebrüht hilft bei Husten und Heiserkeit. Ein Umschlag mit Tee oder frisch zerquetschten Blättern bei Hautkrankheiten. Die frischen Blätter im Salat verarbeitet oder spinatartig mit gekocht, bei Blutarmut. Den Samen kann man für Keimlinge nutzen, die Blüten zur essbaren Zierde.
Die Fasern wurden früher zur Seilherstellung verwendet, Abkochungen des Hohlzahnes als Waschmittel und Öl aus den Samen zur Lederpflege.

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Futterpflanze des Monats September 2015
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