Die Eibe ist eine besonders giftige Pflanze und wird von Schildkrötenhaltern sogar als die giftigste Pflanze bezeichnet.

Sie ist ein immergrünes Nadelgewächs. Sowohl die Nadeln als auch die Samen der roten fleischigen Samenmäntel, sind giftig. Die Samenmäntel, die ein wenig wie Beeren aussehen, sind nicht giftig.

Die ersten Vergiftungserscheinungen treten beim Menschen bereits nach einer Stunde auf und zeichnen sich durch Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall, Atemlähmung, Krämpfe. Meistens tritt nach 1,5 Stunden der Herzstillstand ein. Auch für sehr viele unterschiedliche Tiere ist die Eibe giftig. Selbst große Pferde sterben, wenn sie ausversehen ein paar Nadeln (100-200g) zusammen mit Gras aufnehmen. Für Landschildkröten ist die toxische Menge sehr gering, es reichen schon wenige Nadeln.

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Das Erschreckende ist, dass die Pflanze nicht nur einfach giftig ist… alle anderen Pflanzen die in einem Umkreis von 2-5m wachsen, werden kontaminiert und nehmen diese Giftigkeit an. Dies geschieht durch heruntergefallene und zersetzte Nadeln und Samen. Daher darf man nichts verfüttern, was auch nur in der Nähe einer Eibe wächst. Eiben sollten daher gar nicht im Schildkrötengarten vorhanden sein, auch wenn sie nicht direkt im Gehege stehen. Auch beim Pflücken auf Wiesen etc. muss man darauf achten, dass keine Eibe in der Nähe steht.

So manche Schildkröte ist schon an einer Vergiftung gestorben, obwohl sie keine Pflanzen gefressen hat, die von Natur aus giftig sind. Jedoch berichteten manche Halter von Eiben, die in der Nähe der gesammelten Futterpflanzen wachsen. Es ist daher möglich, dass die Schildkröten mit kontaminierten Futterpflanzen gefüttert wurden.

Autor: Anika Suski
Foto: Sonja Bader
Qulle: www.myfluffyturtle.de

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Giftpflanzen: Eibe (Taxus baccata)
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