Der gewöhnliche (einheimische) Spindelstrauch, auch Pfaffenhütchen genannt, gehört zu der Familie der Spindelbaumgewächse (Celastraceae) und gilt für Menschen sowie einige Säugetiere, aber auch für Schildkröten als stark giftig. 2006 wurde er zur Giftpflanze des Jahres gewählt. Alle Teile der Pflanze sind giftig. Die verlockenden, roten Beeren enthalten das Alkaloid Evonin sowie Steroidglycoside und sind damit am giftigsten. Die Rinde enthält Bitterstoffe, Gerbstoffe und Phlobaphene, die Blätter enthalten auch Triterpene. Der Mensch muss schon viele Beeren (ca. 35) essen, um einer tödlichen Vergiftung zu erliegen. Erste Vergiftungserscheinungen treten nach 15 Minuten, aber auch noch nach bis zu 18 Stunden auf und und zeigen sich durch Magen- Darmbeschwerden, Fieber, Kurzatmigkeit, Schwindel und Krämpfe. Die Glykoside können Nieren und Leber schädigen.

Bei anderen Arten wie z.B. dem japanischen Spindelstrauch gilt die Rinde als besonders giftig.

Vereinzelte Halter berichteten davon, dass ihre Schildkröten an der Pflanze geknabbert haben. Scheinbar reichte die Menge nicht, um sichtbare Schäden zu verursachen. Jedoch steht fest, dass nicht alle Schildkröten abgeneigt sind die giftige Pflanze zu fressen. Daher sollte man vermeiden, dass größere Mengen gefressen werden können. Auf vielen Homepages steht der Spindelstrauch sicher nicht grundlos in der Giftpflanzenliste.

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Autor: Anika Suski
Foto: Annett Werner
Quelle: www.germanturtleclub.com

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Giftpflanzen: Gewöhnlicher Spindelstrauch (Euonymus europaea)
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